Googlekunst oder: Wie ein Auto die Welt sieht

Der Hochkarat hat’s getwittert, Ich habs gefunden und nun lass ich Euch teilhaben. Sehr schön, aber auch beängstigend.
Das Projekt nenn sich Googlestreetviews. Paddy Johnson, eine Autorin aus Brooklyn hat vor einem Jahr angefangen in Google Streetview zu stöbern und auf Google Streetview Blogs gesucht um später eine Sammlung der skurilsten, interessantesten Fotos zusammen zustellen. Dies ist ihr unheimlich gut gelungenund das Ergebnis ist mehr als beeindruckend.
One year ago, I started collecting screen captures of Google Street Views from a range of Street View blogs and through my own hunting. This essay illustrates how my Street View collections reflect the excitement of exploring this new, virtual world. The world captured by Google appears to be more truthful and more transparent because of the weight accorded to external reality, the perception of a neutral, unbiased recording, and even the vastness of the project.
Sehr zu empfehlen sind die PDFs, die es hier zum Download gibt.
Ich bin schon echt gespannt, wann es endlich Strretview von meiner Gegend gibt. Ich müsste sogar zweimal drauf sein, zumindest hab ich das Googleauto so oft an mir vorbei fahren sehn.
Google is watching you!
Tags: google | kunst | paddy johnson | streetview






Dass, was Paddy Johnson aus Googles riesigem Pool aus Endlosaufnahmen macht, ist wirklich groß. In einem fotografischen God Mode taucht sie in die Menge und hebt den einzelnen, besonderen Moment hervor, den viele gar nicht sehen würde, obwohl er sich direkt vor der eigenen Nase abspielt.
Dabei geht es nicht nur um pauschale Klischees von Gut und Böse (auch wenn diese fast schon karikaturesk und überzeichnet erscheinen).
Spannender ist imho die Überschneidung aus dem perfekten Moment, seiner Skurilität und der (teilweise ungewollten) Brachialästhetik, die die Aufnahmen mit sich bringen.
Kurz gesagt, toll