Memoiren eines Freaks – London Kurztrip Teil 1
Meine Wenigkeit hat sich hier meiner Meinung nach noch viel zu selten zum Ausdruck gebracht. Und seit meiner – nunja, sagen wir mal Vorschau, zum Free Hugs in Stuttgart hat es mir schlicht und ergreifend an Zeit und Kreativität gefehlt.
Doch diese Tage gehören der Vergangenheit an!
Ich besinne mich nun auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben, die natürlich nicht etwa die Schule oder der Führerschein sind, sondern :
eine eigene Story! (Yes, yeah, jippie,juhu – ein Traum wird wahr)
Doch bevor ich mich nun in Dankesreden und Lobeshymnen verliere, starte ich lieber mal mit Teil eins meiner Schilderung des London Kurztrips in: “Memoiren eines Freaks”.
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Irgendwann gegen Ende Oktober kam in meinem Englischkurs die Idee auf, einen London Kurztrip zu planen. 70€ sollte das Ganze kosten, wir würden mit einem Bus per overnight in Richtung Norden kutschiert werden und hätten dort dann den ganzen Tag zur freien Verfügung. Klasse Idee – gebongt!
Die Tatsache, dass der Trip an meinem Geburtstag starten sollte und somit mein 18. quasi flöten ging, tat meiner Euphorie zu diesem Zeipunkt keinen Abbruch.
Ich möchte meinen 18.Geburtstag mal kurz zur Veranschaulichung meines Stresspegels zusammenfassen:
Freitag, 04.12.09
- 7:33 Uhr: Ankunft in der Schule
- 7:40 Uhr: Blubser betritt das Klassenzimmer
- 7:43 Uhr: Ihm fällt auf, dass ich ja Geburtstag habe. Peinlich berührt wünscht er mir alles Gute. (Ihr müsst dazu wissen, er hat mich die komplette Woche schon genervt mit “Na,na,na – Freitag endlich 18,hm?” und hatte es dann vergessen.)
- 7:45 Uhr – 9:20Uhr: Schule + Pause
- 9:44 Uhr: Mein Geschichtslehrer kriegt mit, dass ich Geburtstag habe – er reicht mir die Hand und ich lange locker zu. Es scheint mir allerdings als hätte der gute Mann mittlerweile Glasknochen, man hört nämlich das knacken seiner Hand bis nach Timbuktu… Die Geschichtsstunden ziehen sich, ein Glück hab’ ich Freitags nach der 4.Stunde aus.
- 11:53 Uhr: Ich bin wieder Daheim. Mein Dad, mein Bruder, meine Schwester und mein Neffe sitzen bereits da und warten auf mich. Ich versuche auf alle einen recht fitten Eindruck zu machen, dabei bin ich schon genervt wie eh und jeh, weil später noch eine Ethik-Nachschreibeklausur ansteht – aber hey: London!
- 13:55 Uhr: Kaffee und Kuchen war gestern, jetzt ist erstmal Ethikklausur nachschreiben angesagt. Gut vorbereitet setzte ich mich in den Nachschreiberaum und lege los. Nach 1 1/2 Stunden mache ich Pause und male meinem Nebensitzer mit Bleistift einen Penis aufs Klausurenblatt. Humor hilft mir beim Denken…Übrigens: es sollte sich später herausstellen, dass ich wohl doch nicht so gut vorbereitet war, wie vorher angenommen
- 16:50 Uhr: das hin und her zwischen Schule und Zuhause geht mir langsam auf die Eier. Aber hey: London!
- 18 Uhr: Endlich! Treffpunkt am Bhf ZOB in Ludwigsburg. Meine Geschwister haben mir trotz strengem Alkoholverbot auf dem ganzen Trip zwei Flaschen Sekt mitgegeben, á la: “ich werd’ ja wohl wenigstens anstossen dürfen.”
- Allerdings ist der Sekt alkoholfrei und wie sich gegen 22Uhr auf einer Autobahnraststätte herausstellt, schmeckt er wie Seifenwasser… Im Bus lässt meine Englischlehrerin die gesamte Meute noch ein lautes Happy Birthday für mich trällern – danke an dieser Stelle. Zwischendurch füttert der Busfahrer den DVD Player im Bus auch mit einigen Spielfilmen. Wir sehen zuerst Die Hard 4.0 und danach irgendeinen Independent-Horrorschinken von dem ich allerdings nicht allzuviel mitkriege, da ich schon bald beim Anblick der eher minderwertigen Schauspielleistung einschlafe…
Rückblickend war Tag eins der stressigste und Nacht eins die kürzeste des 3-Tages Trips, aber mehr dazu in Teil 2…
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