reingehört: Gorillaz – Plastic Beach
Mir fiel letztens erst auf, dass ich momentan total auf Affen abfahre. Sei es jetzt Peter Fox’ “Stadtaffenmusik” oder das hamburger DJ-Duo Saint Pauli, das seine Auftritte in Gorillamasken spielt. Letztere sind gerade in letzter Zeit öfters Teil meiner iPod-Playlisten, da ich momentan eher in Richtung Elektro-Musik tendiere. Hier noch ein kleines Beispiel für die DJ-Kunst der beiden Nordlichter auf soundcloud.com:
Saint Pauli DJ-Mix for FBI Radio Sydney March 2009 by saintpauli
Meine absoluten Lieblingsaffen sind und bleiben allerdings die Gorillaz, die ein Projekt des Frontsängers der Band Blur, Damon Albarn und dem Zeichner der Comicreihe Tank Girl, Jamie Hewlett, sind. Schon allein die Kombination aus lässigen Beats und geilem Artwork begeisterte mich, als ich 2001 zum ersten mal das Video zu “Clint Eastwood” auf MTV sah. Keine zwei Wochen später stand ihre erste Platte “Gorillaz” in meinem Schrank und lief den ganzen Tag rauf und runter. Nachdem die Band ein wenig in Vergessenheit geriet, gelang 2005 mit dem zweiten Studioalbum “Demon Days” der wirklich große kommerzielle Durchbruch. Der Platte sind auch die meisten meiner Lieblingslieder entsprungen; Kids with Guns, El Mañana, O Green World und der weitbekannte Track Feel Good Inc.
Nach fünf Jahren Affenabstinenz ist seit Freitag ein neuer Lauschangriff der Gorillaz zu vernehmen. Plastic Beach heisst die neue Scheibe und ich als alter Primatenfan hatte sie mir bereits letzten Monat auf iTunes als iTunes LP vorbestellt ![]()
Nach den ersten Höreindrücken, ist Plastic Beach das bisher Elektro-lastigste Album der vier fiktiven Charaktere. Nachdem die Debütplatte sehr von Hip-Hop geprägt war und das zweite Album eher in Richtung einer abgefahrenen Version von Pop ging, ist Plastic Beach von einem Faden aus Elektro-HipHop durchzogen. Die erste Singleauskopplung “Stylo” hatte bereits einen erneuten Stilbruch vermuten lassen, der ein wenig an den Stil von Felix Da Housecat erinnert. Eine wirklich feste Musikrichtung ist dem Album allerdings nicht zuzuordnen, das sei jedem selbst überlassen – Ich lege mich da nicht fest und sage einfach mal es ist eben Gorillaz. Ein “WTF?!” konnte ich mir, ehrlich gesagt, zuerst auch nicht verkneifen, mittlerweile hat sich der Gedanke an einen Fehlkauf allerdings erledigt. Sehr viele chillige (Beach-)Tracks und einige Instant-Ohrwürmer hat das Album auch zu bieten. Mein persönlicher Favorit ist hierbei “Empire Ants”, vielleicht weil es auch am ehesten dem Stil einiger meiner Lieblingslieder von “Demon Days” ähnelt.
Abschliessend lässt sich sagen, dass Plastic Beach schon allein aufgrund des kuriosen Gorillaz-Sounds wohl nicht jedermanns Liebling wird, den Gorillaz-Fans in der weiten Welt wurde jedoch ein neues, leckeres Schmankerl aufgetischt, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.
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Bin auch etwas überrascht. Der Stilwechsel hat mich kurz abgeschreckt, allerdings geht das Ding nach kurzer Eingewöhnungszeit ziemlich ins Ohr. Rockt! =D