Wilde Kindheits-Erinnerungen

Wie ich hier so in der wunderschönen Frühlingssonne sitze und mir ein bißchen Paul Kalkbrenner aufs Trommelfell tönen lasse fällt mir ein Buch in die Hände, das ich schon anfangs des Jahres mal rausgesucht hatte.

Mehrere staubige Schränke und Regale musste ich durchsuchen bis ich eins, wenn nicht sogar das Buch meiner Kindheit zu finden: “Wo die wilden Kerle wohnen” Fast ehrfürchtig erinnere ich mich an die Stunden, in denen Mama (sie sei gegrüßt an dieser Stelle =)) mir aus diesem Buch vorgelesen hat.
Aus der einen Seite sind sie schrecklich und furchteinflößend die wilden Kerle, aber irgendwie auch frei und wild wie man es manchmal selbst gern sein würde.

Anlass dieses fast-vergessene Relikt auszugraben war ursprünglich die Verfilmung von Maurice Sendaks  Buch, die ich just im Kino gesehen hatte.

Weil Max nicht artig war wird er ohne Essen ins Bett geschickt. In seinem Zimmer tut sich plötzlich ein Meer auf. Max steigt in das Schiff und segelt dahin, wo die wilden Kerle wohnen. Er wird ihr König, ein König der Krach macht, rumtobt, aber abends auch mal müde wird. Doch auch den wildesten Kerl packt irgendwann das Heimweh und so segelt Max zurück nach Hause, “bis in sein Zimmer, wo es Nacht war und das Essen auf ihn wartete, und es war noch war noch warm.”

Schon beim Trailer bekam ich Gänsehaut. Der Film muss aufgrund der doch recht kurzen Buchvorlage einiges an Story dazuerfinden, macht das jedoch nicht schlecht. Er zeigt wilde Wesen, die schrecklich schrecklich und trotzdem schrecklich allein sind und teilweise nichts mehr brauchen als einen guten Freund. Max baut riesige Burgen, reist über die ganze Insel und verbringt die Nacht in einem gigantischen Berg aus Armen, Beinen und sehr viel Fell.
Meinen Erwartungen konnte er gerecht werden, besonders dank dem wunderbaren Soundtrack*
von “Karen O and the kids” der jedem, der den Film gesehen hat in Erinnerung bleiben sollte. Der Film sei jedem empfohlen, der das Buch kennt und liebt. :)


Ich habe meine wilden Kindheitserinnerungen wiederentdeckt und ich weiß, dass da noch viel mehr in irgendwelchen braunen Kartons und bunten Kisten schlummert.

Wem verdankt ihr warme Erinnerungen an früher, in wessen Buchseiten seid ihr damals versunken?

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1 Antwort auf Wilde Kindheits-Erinnerungen

  1. Leo 23. März 2010 at 19:31 | Permalink |

    Sowohl Mama als auch Papa haben mir abends immer aus den kleinen Pixie Büchern vorgelesen. Allerdings gab es nur eine Serie die ich über alles liebte. Die Connie Bücher :) Ich hab mich riesig gefreut als die Kleine ihre erste Katze bekommen hatte, Mau & hab gar nicht verstanden wieso Connie keine Lust mehr auf ihr Lieblingsessen hatte als sie krank war. Als ich größer war (&Connie auch) las ich wie sie ihren ersten Liebesbrief bekam und Urlaub auf dem Reiterhof machte. Am Aufregensten war jedoch als Connie einen Bruder bekam… ;)

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